Unser Haus

Unsere Räume – offenes Konzept

Vom offenen Planungskonzept des Architektenteams zum pädagogischen Raumkonzept


Beiden Gemeinden war es wichtig, von Beginn an die Planung des Neubaues unter Beteiligung der beiden Kindertagesstättenteams aus Gönnheim und Friedelsheim sowie Eltern, Gemeinderatsmitgliedern und anderen an Erziehungsprozessen mitwirkenden Menschen zu entwickeln. Auch die Kinder wurden parallel dazu befragt, wie sie sich ihren neuen Kindergarten wünschen und was sie an Spielgeräten, Materialien und Möbeln mitnehmen möchten.

Diese Planungsgruppe erarbeitete unter fachlicher Moderation der Architekten - ausgehend von einem offenen Planungskonzept - einen gemeinsam getragenen Entwurf des Gebäudekomplexes und des Außengeländes.

Gruppenräume im klassischen Sinn gibt es in unserem Haus nur im Krippenbereich.

Alle anderen Räume sind einer Funktion zugeordnet. Die Kinder können im offenen Konzept frei wählen in welchem Raum sie sich aufhalten möchten.

Die pädagogische Arbeit in diesen Räumen erfolgt nach dem Situationsansatz.

Die Pädagogische Arbeit in diesem Raumkonzept - Situationsansatz

Der Gebäudeentwurf lebt in seiner Struktur die Grundsätze des Situationsansatzes. Die Kinder finden dadurch innen außen Räume:

  • die Atmosphäre, Geborgenheit und Sicherheit vermitteln,
  • Räume und Nischen zum Wachsen und Reifen,
  • für das kindgemäße autonome Spiel,
  • Räume für vielfältige Sinneserfahrungen,
  • für ästhetische Bildung von Anfang an
  • sowie für soziale Kontakte in altersgemischten Gruppen.

Sie finden ein Lernumfeld das motiviert, in dem sie selbstbestimmt, solidarisch und sachkompetent denken und handeln können.

Die pädagogische Arbeit im Situationsansatz geht von den sozialen und kulturellen Lebenssituationen der Kinder und ihrer Familien aus.

Die Fachkräfte sind aufgefordert, gemeinsam mit den Eltern die Entwicklung der Kinder zu selbständigen, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen.
Dies kann nur durch kontinuierlichen Austausch mit den Kindern und ihren Eltern gelingen.

Erzieher filtern sogenannte Schlüsselsituationen heraus: Themen, die für die Kinder jetzt und zukünftig von Bedeutung sein können. Das Lernen findet in Erfahrungszusammenhängen mit allen Sinnen statt. Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder werden entdeckt, gestärkt und weiterentwickelt. Kinder finden eine positive, sie in allen Belangen beteiligende Lernumgebung vor, in der ungezwungenes und freudiges Forschen und Experimentieren stattfinden kann.

Bildung im Situationsansatz wird daher als Aneignungstätigkeit verstanden, mit der sich der Mensch ein Bild von sich selbst, von anderen und von der Welt macht und sie verantwortungsbewusst mitgestaltet.